Geschichte des Karate-Do Shotokai


Shotokai ist eine der traditionellen Formen des Karate-Do. Ursprünglich stand der Name „Shotokai“ für einen Zusammenschluss mehrerer Schüler Gichin Funakoshis, des Gründers des Karate-Do. Ihr Ziel war es. Meister Funakoshi finanziell zu unterstützen.

Nach seinem Tod im Jahre 1957 trat die Shotokai-Organisation das traditionelle Erbe Funakoshis an. Seinem ausdrücklichen Wunsch folgend, wird im Shotokai-Karate bis heute auf die Ausrichtung von Wettkämpfen verzichtet.

Unter der Leitung von Shigeru Egami, dem damaligen Hauptübungsleiter der Schule von Meister Funakoshi (Shotokan), entwickelte sich in den 1960er-Jahren ein Karatestil, dessen Schwerpunkt in der geistigen Entwicklung des Übenden sowie in der Suche nach Harmonie zwischen den Partnern besteht. Die Ausführung der Techniken lässt die geistige Nähe zum Aikido sowie die Verbindung zu den chinesischen Kampf- und Bewegungskünsten erkennen.

Durch die Meister Tetsuji Murakami und Mitsusuke Harada wurde das Shotokai-Karate in Europa bekannt. Es konnte sich jedoch in Deutschland - im Gegensatz zum am Wettkampf orientierten Shotokan-Karate - kaum etablieren. Derzeit sind uns in Deutschland nur drei Dojos bekannt, in denen klassisches Shotokai-Karate unterrichtet wird.



Dojo in Wuppertal


Die Wuppertaler Shotokai-Gruppe besteht seit 1992 und zählt heute etwa 70 Mitglieder - mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Die Gruppe unterhält einen eigenen Übungsraum (Dojo) im Stadtteil Elberfeld.

Die Wurzeln der Gruppe liegen im Dojo von Hermann Daun in Solingen, wo bereits seit Ende der 1960er-Jahre Shotokai-Karate praktiziert wird und seit den 1980er-Jahren darüber hinaus auch chinesische Kampfkünste geübt werden.

Unser Dojo ist der „
Karate-Do International Shotokai Association“ (K.I.S.A) und dem „International Karate-Do Shotokai“ (I.K.D.S) angeschlossen. So haben wir die Möglichkeit, mit zahlreichen europäischen Shotokai-Dojos, insbesondere aus Frankreich und Italien, zusammen zu arbeiten.